Labelwatch: A Kind of Guise

A Kind of Guise

Es gibt Labels, von denen man noch nie gehört hat und dann berichten tolle Menschen wie die beiden Janes, man schaut sich die Website an und möchte alles haben, am liebsten sofort. So erging es mir vor ein paar Tagen mit A Kind of Guise, die ich unbedingt mit euch teilen muss.

Die Macher sagen über sich selbst, dass sie zunächst Kleidung für Freunde entworfen haben. Das war 2009 und seitdem ist die Sache gewachsen und gewachsen. Heute gibt es einen schicken Laden in München und noch viel schickere Damen- und Herrenkollektionen.

Ein nettes Schmankerl von A Kind of Guise ist die handwerkliche Produktion in Deutschland, was will man mehr?

Zum Onlineshop hier entlang.

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Tod den Addiletten – Es leben die Addiletten!

Mit der öffentlichen Meinung ist es so eine Sache. Heute so, morgen so und der Modezirkus hat das Talent, diesen Effekt auf die Spitze zu treiben. Ich staunte nicht schlecht, als ich vor ein paar Wochen bei Net-a-porter vorbeigesehen habe und nach zweimaligem Hinsehen konnte ich erkennen, dass es sich nicht um die allseits bekannten Badelatschen  des Herzogenauracher Sportartikelherstellers, sondern um etwas teurere Stücke von NewbarK handelt.

NewbarK Sandalen via netaporter.com, 250€

NewbarK Sandalen via netaporter.com, 250€

Vermutlich hätte ich ob des Birkenstock und Schwimmschuh Hypes der letzten Sommer gewarnt sein sollen, schließlich ist das Original die logische Kombination aus Gummi und Gesundheitsschuh.

Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters und Mode muss nicht nur schön sein und sowieso und überhaupt… all dieser Argumente zum Trotz werde ich nicht mitlatschen.

Solltet ihr anderer Meinung sein, dann entscheidet auch aber bitte für die Version von Marc Jacobs oder das Original, wenn schon denn schon!

Marc Jacobs via netaporter.com, 295€

Marc Jacobs via netaporter.com, 295€

Das Frau diesen Trend auch stilvoll umsetzen kann, hat Claire erstaunlich gut bewiesen

via cestclairette.com

via cestclairette.com

Trendwatch: Zuckerfee

biyan excl. netaporter

Voller Vorfreude habe ich mir in den letzten Wochen und Tagen die neuen Stücke der Pre Fall Kollektionen 2013 angesehen. Doch nach und nach wurde mir dieser Genuss durch eine Überflutung mit Kitsch und Altrosa genommen. Um es mit Clairs Worten zu sagen: Zu viel Sahnetorte

Klassische Handtaschenmodelle scheinen sich in Schweinchen Dick zu verwandeln, die Anzahl der Glitzersteinchen übertrifft das Prinzessinenkleid jeder Dreijährigen und Rüschen und Spitze komplettieren das Bild. Jede dieser Erscheinungen mag für sich alleine Reizvoll sein und ein Outfit gelungen abrunden. Jedoch diese Saison wird man von zahlreichen Designern mit Zuckerguss überzogen, was für mich einfach zu viel des Guten ist.

Man kann natürlich einwenden, dass Frau nun die Möglichkeit hat ihre Mädchenträume auszuleben und ihre innere Prinzessin auszuführen. Aber ehrlich gesagt, wollen wir noch aussehen wie zu unsrer Kindergarten-Zeit? Wollen wir aussehen wie ein kleines Mädchen an Fasching? Vielen menschen traue ich es nämlich leider nicht zu, rosa stilvoll zu kombinieren. Mit einem schwarzen Blazer und schlichten Accessoires habe ich gegen Rüschen, Glitzersteinchen und Co. nicht das geringste einzuwenden, im Gegenteil, ich bin froh über jeden Farbklecks auf Deutschlands Straßen.

Labelwatch: Sailors & Brides

s&blogoLetzten Winter habe ich die Marke Sailors & Brides entdeckt und da es momentan doch recht nass-kalt ist, stellt der ein oder andere von euch vielleicht fest, dass er noch eine warme Jacke benötigt. Es handelt sich bei Sailors & Brides noch eher um einen Geheimtip, den ich euch aber nicht vorenthalten möchte.

Ursprünglich suchten zwei Weltumsegler eine brauchbare Jacke für ihre Reisen. Geld hatten sie reichlich, jedoch gab es die perfekte Jacke einfach nicht zu kaufen. In Annapolis trafen sie schließlich einen Marienejackenhersteller, sodass traditionelles Schneiderhandwerk und Funktionalität vereint werden konnten. 2010 entdeckte ein hanseatischer Bekleidungsunternehmer die Jacken, welche bis zu diesem Zeitpunkt nur in einem sehr kleinen Kreis verkauft wurden, weitete das Produktsortiment aus und gab nun allen Menschen die Möglichkeit sich warm und stilvoll zu kleiden.

via retaildesignblog.net

Wenn ihr auf den Geschmack gekommen seit seht euch ruhig auf der Homepage www.sailorsandbrides.com um, sie ist optisch ein echter Leckerbissen. Kaufen könnt ihr eure neue Liebe auf Norderney im Flagshipstore oder ihr benutzt die Shopsuche. Zwar liegen die meisten Jacken in einem Preisrahmen von 100-250€, was aber in die sehr hochwertig wirkenden Jacken von Sailors & Brides gut investiert ist.

Modell desert Pearl in Sand, Sommerkollektion

Modell Desert Pearl in Sand, Sommerkollektion

Atlantis Dufflecoat in navy, Winterkollektion

Atlantis Dufflecoat in navy, Winterkollektion

Voyager Jacket in stone, Winterkollektion

Voyager Jacket in stone, Winterkollektion

Den vollständigen Katalog findet ihr hier.

 

 

Die Mode ist so schnelllebig – oder doch nicht?

via www.20er-mode.com

Fast Fashion ist nicht nur ein Synonym für gewisse Modeketten, es ist für viele auch zu einer Realität geworden. In früheren Jahrhunderten und Jahrzehnten gab es eine überschaubare Anzahl an Trends, jeder von uns wird einen charakteristischen Look der 60er, 70er und 80er vor Augen haben. Aber was haben wir vor Augen, wenn wir an die aktuelle Mode denken? Hipster, die schicke Businessfrau, den Look eines Designers oder die Mutter von Nebenan?

Auf den ersten Blick haben alle eine vollkommen andere Sicht auf die Mode -oder vielleicht auch keine- . Von den vielen kleinen, saisonalen Trends möchte ich erst gar nicht anfangen. Alles ist erlaubt, alles wird getragen und das in einem so raschen Wechsel, dass der Begriff Fast Fashion früher oder später erfunden werden musste.

Auf den zweiten Blick fallen mir aber einige Konstanten ein, die sich über verschiedene Gesellschaftsgruppen, Jahre und Stile hinweg behaupten konnten. Jeder kennt die klassischen Converse, Pistol Boots oder Dr. Martens und fast jeder von uns hat einen dieser Schuhe im Schrank. Aber nicht nur bestimmtes Schuhwerk, auch die Röhrenjeans, schwarze Blazer und weiße T-shirts sind solche Klassiker. Dazu eine Le Pliage und schon ist ein komplettes Outfit entstanden.

Denn in ein paar Jahren wird sich für Neonschmuck wahrscheinlich kein Mensch mehr interessieren, geschweigen denn für Dip-Dye Hosen. Was aber bleiben wird sind die modernen Basics, welche jede Frau im Kleiderschrank hat und die wir tausendfach auf der Straße sehen. Sicher, sie mögen uns langweilig und ausgelutscht vorkommen, jedoch ist das ein ein paar Jahrzehnten möglicherweise der Look der frühen 2010er Jahre.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mode früher 10 Jahre lang nur einen Look produziert hat. Schon vor 30, 40 Jahren hat sich nicht jede Frau gleich gekleidet und schon gar nicht wie die Stereotypen, welche ein Jahrzehnt im Rückblick ausmachen. Was aber aus einer Zeit in Erinnerung bleibt und für sie als typisch empfunden wird, sind nicht so sehr ihre Extremen, sondern vielmehr ihr Grundrauschen.

Dieses Grundrauschen bleibt für einen längeren Zeitraum bestehen und bildet den Stil einer Zeit, da kann die Mode mit all ihren Trends noch so schnell darüber hinweg brausen.

 

Shoes keep it clean, Sneakers get dirty

via Converse.de

via Converse.de

Manchmal stolpert man über einen Werbeslogan, der im Kopf bleibt. Genau so ging es mir mit “Shoes keep it clean, Sneakers get dirty” der Converse All Star Well Worn Campain. In diesem Fall kann ich mir das sogar einmal einfach erklären: Dieser Spruch trifft es zu 100%.

Wenn ich mich in meinem Schuhregal so umschaue, sehe ich saubere Stiefel, Schnürer, Ballerinas und Sandalen ordentlich einsortiert und meine Sneaker und Chuks schon etwas angegammelt daneben. Wenn ich ehrlich bin hasse ich  und sauber aussehende Stoffschuhe sogar etwas (ihr dürft mich ruhig für verrückt halten).

Converse ziehe ich an, wenn es im Alltag bequem und praktisch zugehen soll und die Schuhe die volle Realität aushalten müssen. Eine Pfütze oder die Abkürzung über den Acker bleiben aber eben so wenig ohne Spuren wie die letzte Partynacht. Vertragene Sneaker zeigen, was man mit ihnen schon alles erlebt hat. Sie waren treue Begleiter, auf die man sich verlassen konnte, ein Stück Romantik, dass der schnelllebigen Modewelt so oft fehlt.

Aber mittlerweile gibt es die Converse Well Worn Kollektion. Schuhe, die etwas abgetragen geliefert werden und für die man dann auch direkt den ein oder anderen Euro mehr auf den Tisch legen muss. Aber sein wir mal ganz ehrlich: Selbst wenn die Schuhe schön sind, braucht Frau das wirklich? Tut es nicht auch ein klassisches Paar und die Zeit regelt den Rest von alleine?

Meine Antwort lautet Nein, Frau braucht es nicht, Modepüppchen aber schon. Wer seine Schuhe wechselt wie Ottonormalbürger seine T-shirts, der wird es nie zu einem echten Used-Look bringen und muss schummeln. Für alle anderen aber gilt immer noch, dass DIY die bessere Wahl ist, frei nach dem Motto:

Shoes keep it clean, Sneakers get dirty!

via Converse.de

via Converse.de